BONNIE, lebensfrohe Retriever-Mixhündin, ca. 4 Jahre, 57cm, 20kg *Handicap/Gnadenplatz**PS bei Bern*
BONNIE, lebensfrohe Retriever-Mixhündin, ca. 4 Jahre, 57cm, 20kg *Handicap/Gnadenplatz**PS bei Bern*
Kurzinfo: freundlich, menschenbezogen, verschmust, neugierig, verspielt, Handicap, Familie+, Kinder+, Rüden+, Hündinnen+, Katzen+
Aufenthaltsort: 3400 Burgdorf in der Schweiz (auf Pflegestelle), Vermittlung über Pfotenretter Ungarn
Videos finden Sie unter:
****
****
****
****
Pflegestellenbericht vom 11.01.2026:
Bonnie ist gut in der Schweiz und in unserer Familie angekommen und ihre anfängliche Überforderung mit der neuen Lebenssituation hat sich sehr schnell verbessert und in den vergangenen drei Wochen vollständig gelegt. Trotz anfänglicher Skepsis meiner Person gegenüber durfte ich bereits ab dem 2. Tag problemlos überall anfassen, sie heben und tragen und ihr regelmässig Popo reinigen/pflegen und eine Windel anlegen. Sie akzeptiert diese Hygienemassnahmen sehr gut und fühlt sich mit den Pflegemassnahmen absolut wohl. Bonnie trägt bei uns in der Wohnung immer eine Windel, draussen ziehen wir sie gerne aus und lassen der Natur ihren Lauf. Bonnie hat leider keine Kontrolle über ihre Blase und ihren Darm, ihre Schliessmuskulatur scheint definitiv von der Lähmung betroffen zu sein. Im Garten oder auf unseren kurzen Erkundungsspaziergängen konnte ich aber beobachten, dass Bonnie kleine Markierpipis absetzt und sich dafür wie eine ganz normale Hündin bückt. Oft ohne «Ergebnis», manchmal jedoch löst sie auch eine kleine Menge Urin auf diese Weise. Bonnie lässt auch problemlos meine manuelle Unterstützung beim Entleeren von Blase und Darm zu. Mit zunehmender Sicherheit und Routine in unserem Alltag und unseren Abläufen ist Bonnies Inkontinenz aber nun super gut und einfach händelbar und bereitet abgesehen vom Einsatz der Hygieneprodukte (Windel, Feuchttücher, Bepanthenesalbe) soweit eigentlich keinen Zusatzaufwand.
Bonnie fährt gut und ruhig im Auto mit und kann hier auch bereits kurz alleine warten. Kurze Abwesenheiten zu Hause (in andere Räume gehen, Post holen, für Wäsche in Keller usw.) kann sie ebenfalls ruhig und problemlos meistern, längeres Alleinebleiben muss noch weiter auf- und ausgebaut werden. Allgemein kommt Bonnie im Haus sehr gut zur Ruhe, ist sehr ausgeglichen und kann problemlos und ruhig auch im Büro assistieren. Sie geniesst aber auch Aufmerksamkeit und kleine Spiel- oder Kuscheleinheiten, fordert diese aber nicht aufdringlich ein.
Aufgrund ihrer Behinderung kann Bonnie nicht hoch- oder runterspringen (Auto), Treppen im Haus (auch nur wenige Tritte) machen ihr noch Angst, draussen läuft sie aber ein paar Stufen ohne zu zögern mit. Sie lässt sich sehr gut heben und tragen, zieht das Geschirr ohne Probleme an und läuft ruhig und unaufgeregt kurze Strecken mit. Die Leine bereitet ihr keine Probleme, jedoch lässt sie sich noch nicht wirklich damit führen ? wir sind am Üben.
Bonnie ist eine absolut liebenswürdige, lebensfrohe und tolle Hündin. Sie versteht sich ausgezeichnet mit unseren beiden Hunden ebenso wie mit unseren Katzen. Auch Begegnungen mit anderen Hunden verlaufen völlig unproblematisch. Beim Spielen mit unserer Hündin muss ich sie gelegentlich bremsen, sie kann manchmal auch etwas grob werden. Erstbegegnungen mit neuen Menschen fordern sie teilweise noch etwas heraus, hier lässt sie sich schnell verunsichern, wenn die Menschen zu schnell und aufdringlich auf sie «losgehen». Kriegt sie Zeit und darf selber bestimmen, wann sie hin möchte, ist es kein Problem. Unterwegs reagiert sie weder auf Menschen, Fahrzeuge, andere Hunde oder Geräusche, möchte aber jeweils gerne schauen und beobachten, was «läuft», verhält sich dabei aber ruhig und entspannt.
In Kürze laufen die ersten Abklärungen und wir haben ein paar Kennenlerntermine bei unserer Physiotherapeutin und in der Hundegymnastik. Ich werde gerne berichten, sobald ich etwas mehr dazu sagen kann.
Hintergrundinformationen aus Ungarn:
Im April 2023 informierten Leute das Tierheim, dass sie einen verletzten Hund in einem Waldstück entdeckt hätten. Der Pfleger István machte sich gleich auf den Weg, suchte der Beschreibung folgend das Waldstück ab und fand dann tatsächlich die geschätzt im Mai 2021 geborene Bonnie. Diese hatte 2 große klaffende Wunden im Hüftbereich und hatte sich im Wald abgelegt. István konnte die trotz ihrer Schmerzen absolut freundliche Hündin problemlos in die mitgebrachte Transportbox legen und trug sie dann 15 Minuten zum Auto zurück.
Er brachte sie direkt in die Tierklinik, wo festgestellt wurde, dass sowohl ihr Kreuzbein als auch ihr Becken gebrochen waren. Bonnie wurde operiert und kam dann ins Tierheim. Es folgte noch eine weitere Operation, von der sich die hübsche Fellnase aber auch gut erholt hat. Durch die Operationen wurde "repariert", was zu reparieren war. Ein Rest-Handicap ist jedoch bestehen geblieben. So kann Bonnie zwar selbständig laufen, aber die Hinterbeine sind teils gelähmt und sie zieht sie nach bzw. sind sie eingeknickt.
Doch Bonnie ist ein Phänomen! Trotz ihrer Beeinträchtigung ließ sie sich ihre Lebensfreude nie verderben. Sie ist einfach eine menschenbezogene, verschmuste, neugierige und verspielte Hündin, die freudig durch den Auslauf hüpft und dabei viel gute Laune verbreitet.
Auch wenn alle Pfleger im Heim Bonnie lieben, fehlt ihr zu ihrem wahren Glück ein tolles eigenes Zuhause, in dem sie die Liebe und Fürsorge bekommt, die sie so sehr braucht.
In der Vergangenheit war es so, dass Bonnie unterhalb der Schwanzrute immer wieder verkotet war, was aber vornehmlich daran lag, dass sie die Rute nicht heben konnte. Dadurch entstanden immer wieder Entzündungen der Haut, weswegen die Rute amputiert wurde. Dies hat auf jeden Fall eine große Verbesserung gebracht.
Zu ihrem Gangbild kann man sagen, dass es sich in den über 2 Jahren, die sie nun schon im Heim ist, eher verschlechtert als verbessert hat. Sie ist inzwischen aber auch erwachsen und damit schwerer geworden und das Leben im Zwinger macht es sicherlich auch nicht besser. Bezüglich der weiteren Entwicklung von Bonnies mobiler Einschränkung ist eine Prognose kaum möglich. Von regelmäßiger, angepasster Bewegung und unbedingt auch begleitender Unterstützung durch Physiotherapie & evt. auch Hydrotherapie bzw. Aquatraining könnte sich ihr Gangbild eventuell verbessern. Aber man kann es leider einfach nicht sagen. Und als ob Bonnie nicht schon genug zu tragen hätte, wurde bei ihr auch noch eine beidseitige Patella Luxation festgestellt.
Um eine aufgrund der körperlichen Situation sicherlich drohende Arthrose so lange wie möglich hinauszuzögern, sollte man über eine kohlenhydratfreie, mit Omega 3 Fettsäuren und Grünlippmuschelextrakt angereicherte Ernährung, strikte Gewichtskontrolle und guten Muskelaufbau positiven Einfluss nehmen. Dennoch ist davon auszugehen, dass Bonnie ein Hund für nur kleine Gassirunden bleiben wird, da sie beim Laufen zumindest aktuell schnell ermüdet. Sie hat aber natürlich auch keine regelmäßig trainierte Kondition.
Für Bonnie wäre aufgrund ihrer Beeinträchtigung ein ebenerdiges Heim mit angeschlossenem und gut gesichertem Garten ideal.
Wir möchten die Hoffnung nicht aufgeben, dass sich nach so langer Zeit ohne jegliche Anfrage doch noch jemand in diese bezaubernde Hündin verliebt und diese große Aufgabe annehmen möchte. Die liebe Bonnie ist auf jeden Fall alle Mühe wert!
Wegen ihres Handicaps mit damit einhergehenden erhöhten Versorgungskosten wird Bonnie als Gnadenplatzhund für eine reduzierte Tierschutzgebühr vermittelt.
Bonnie reist kastriert, geimpft, gechipt, entwurmt und mit EU-Heimtierausweis in ihr neues Zuhause.
Wenn Sie denken, diesem lieben Schatz ein passendes Zuhause bieten zu können, melden Sie sich doch bitte bei uns!
Am besten können Sie hierfür gleich die Selbstauskunft auf unserer Internetseite nutzen (oder alternativ auch das Kontaktformular).
Hier noch der Link zu Bonnies Profil auf unserer Webseite:
****
Eventuelle Rassezuordnungen unsererseits beruhen auf Vermutungen aufgrund von Optik und/oder Verhaltensmerkmalen und sind bitte ohne Gewähr zu verstehen.
Bitte beachten Sie, dass unsere Hunde nur nach positiver Vorkontrolle und die Gnadenplatz-Hunde gegen eine Schutzgebühr von 175 EUR abzugeben sind. Darin enthalten sind die Kosten für die bisherige Versorgung, medizinische Untersuchungen & Behandlungen sowie den Transport Ihres Hundes in die Schweiz.
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage: ****
Wir sind auch auf Facebook und Instagram.
Die Pfotenretter Ungarn sind eine geprüfte Organisation mit Erlaubnis nach §11 Tierschutzgesetz.
Sie erhalten eine E-Mail, wenn neue Haustiere eintreffen - völlig kostenlos!