Amaya - So schön und doch so schrecklich?
Amaya - So schön und doch so schrecklich?
Rasse: Maremmano Mischling
Geschlecht: Hündin
Geboren: 02.10.2019
Schulterhöhe: 65 cm
Amaya - So schön und so schrecklich?
Update Februar 2026 - Amaya kann "zusammen" - sie braucht nur "Zuhause"
Amaya ist eine dieser Hündinnen, die man anschaut und automatisch in ein anderes Bild setzt: raus aus dem Beton, rein in ein normales Leben. Weißes Fell, braune Augen, schwarze Stupsnase - ein Maremmano-Mix wie aus dem Bilderbuch. Und doch sitzt sie weiter im Lager, in einem Alltag, der aus Gitter, Lärm und Vernachlässigung besteht. Nicht, weil sie dort hingehört, sondern weil es in solchen Lagern nicht darum geht, dass Hunde "drankommen". Es geht darum, dass sie verwahrt werden. Und während Menschen draußen entscheiden können, ob sie sich kümmern, kann Amaya nur warten.
Amaya ist seit 2019 hier - also seit rund sieben (!) Jahren.** Sieben Jahre Beton statt Alltag, sieben Jahre Lager statt Leben. Und trotzdem hat sie sich ihr Wesen bewahrt: dieses ruhige, freundliche "Ich bin da", obwohl sie nur Schlechtes erlebt.
Es gibt ein Update: Amaya teilt sich den Zwinger jetzt mit Annalise und Anicho. Sie lebt also weiterhin mit anderen Hunden zusammen, ohne dass daraus ein Problem wird -verträglich, sozial, unauffällig. Dieses Unauffällige ist in einem Lager nichts Romantisches. Es ist Überlebensstrategie. Man fällt nicht auf, man beansprucht nicht, man arrangiert sich. So bleibt man wenigstens in Ruhe.
Beim Besuch der Tierschützer zeigte sich etwas, das mehr über Amaya erzählt als jede "Charakterbeschreibung". Sobald man ihr die Leine um den Hals legt, erstarrt sie. Es ist kein großes Theater, kein "ich mache jetzt Stress", sondern ein kurzer Moment, in dem man sieht, dass sie sich sorgt. Als hätte ihr Körper gelernt, dass genau dieses Gefühl am Hals etwas ankündigt, das sie nicht einordnen kann. Und trotzdem lässt Amaya sich anfassen, ohne zu zögern. Sie bleibt da. Sie lässt Nähe zu, obwohl sie innerlich gerade auf Vorsicht schaltet. Das ist nicht selbstverständlich. Das ist ein Hund, der Unsicherheit hat ? und dennoch Vertrauen zulässt.
Und dann, ohne Leine, ist da plötzlich eine andere Amaya. Sie entspannt sich deutlich, wirkt gutmütig, kontaktfreudig, sozial und erstaunlich selbstsicher. Als würde sie sagen: So wäre ich eigentlich, wenn ich nicht ständig in einem Rahmen leben müsste, der mich klein hält.
Für Amaya wünschen wir uns ein ruhiges, sicheres Zuhause, idealerweise mit gut eingezäuntem Garten und Menschen, die Herdenschutzhunde verstehen oder bereit sind, sich ehrlich damit auseinanderzusetzen. Menschen, die nicht erwarten, dass ein Hund aus dem Lager sofort "funktioniert", sondern die Zeit geben, Vertrauen aufbauen und Amaya endlich erleben lassen, was Normalität ist. Wenn Sie sich vorstellen können, Amaya diesen Platz zu geben, lesen Sie bitte unsere Infos zu Herdenschutzhunden:
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Und melden Sie sich bei ihrer Vermittlung. Damit die Leine für Amaya endlich das bedeutet, was sie bedeuten sollte: rausgehen - gemeinsam - nach Hause.
Besuchen Sie Amaya auch auf unserer Homepage. Hier finden Sie weitere Fotos und auch Videos von ihr.
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Weitere Informationen:
Alter: 02.10.2019
Schulterhöhe: ca. 65 cm
Kastriert: ja
Krankheiten: keine bekannt, gechipt, geimpft
Schutzgebühr: 390 EUR + 110 EUR Transportkostenbeteiligung
Vermittlung: Bundesweit, A, CH
Aufenthaltsort: Italien
Organisation: pro-canalba e.V.
Ansprechpartner: Daniela Koenemann
eMail: ****
Telefon: 0176 -****
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